Tieflöffel, Grabenräumlöffel und Felslöffel sind Anbaugeräte für Bagger. Sie unterscheiden sich in Konstruktion und Einsatzbereich.
Der Tieflöffel ist ein universelles Anbaugerät für Aushub, Laden und Umschlag. Er besteht aus Schaufelkörper, Boden, Seitenwänden, Schneide beziehungsweise Zahnsystem und Aufnahmen für den Schnellwechsler. Tieflöffel sind in leichter, mittelschwerer oder schwerer Ausführung verfügbar. Stehendes, geschweißtes Blech im Kasten erhöht die Verwindungssteifigkeit und verlängert die Standzeit unter hoher Last.
Der Felslöffel ist eine verstärkte Tieflöffel-Ausführung für abrasive, blockige Materialien und Spreng- oder Spaltgut. Seitenteilverstärkung sowie Boden und Verschleißkufen aus hochfestem Stahl ermöglichen den Einsatz bei Abbrucharbeiten und im Steinbruch. Geschraubte Segment-Schneiden oder Zusatzverschleißteile ermöglichen schnellen Austausch vor Ort.
Grabenräumlöffel sind breite Schaufeln für Profilierung, Planum, Böschungen und Feinplanie. Sie haben häufig eine glatte Schneide ohne Zähne. Der Boden hat eine runde Form und wird auf die Seitenteile gesetzt. Drehmotorversionen ermöglichen Schwenkwinkel von 2×50°, 2×70° oder 2×90°. Die Zylinder im Löffel werden durch Deckel geschützt, die sich bei Bedarf jederzeit ohne Werkzeug abnehmen lassen.
Skelett- beziehungsweise Sieblöffel mit Öffnungen zur Vorabsiebung trennen Feinanteile im Bauschutt vor Ort. Gitterlöffel sind in verschiedenen Gitterabständen lieferbar, je nach Kundenwunsch mit horizontalen oder vertikalen Gittern.
Der hydraulische Auswerferlöffel ist zum Anbau an alle Schnellwechselsysteme geeignet. Stark haftendes Material wird mittels eines Zylinders ausgeworfen. Diese Löffelart wird hauptsächlich bei lehmigen Böden eingesetzt.
Die Auswahl des Baggerlöffels richtet sich nach Material, Einsatzart und Baggerklasse. Die Kompatibilität mit dem vorhandenen Schnellwechsler-System ist Voraussetzung für wirtschaftlichen Werkzeugwechsel.
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