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Mobilkran

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Fahrbarer Kran auf Straßenfahrwerk, der ohne aufwendige Montage an wechselnden Einsatzorten arbeiten kann. Tragkräfte reichen von wenigen Tonnen bis über 1.000 Tonnen.

Mobilkran ist ein zentraler Fachbegriff im Bereich krane und begegnet Ihnen als B2B-Entscheider in Testberichten, Herstellermeldungen, Ausschreibungsunterlagen und bei der Modellauswahl. Für eine belastbare Kauf- oder Sourcing-Entscheidung ist es wichtig, den Begriff nicht nur formal zu kennen, sondern seine praktischen Implikationen zu verstehen: Welche Einsatzbereiche sind typisch? Welche Alternativen gibt es? Welche Anforderungen aus regulatorischer Sicht (EU Stage V, Arbeitsschutz, Baustellen-Vorschriften) hängen mit dem Begriff zusammen?

Fachlich eng verbunden mit Mobilkran sind Turmdrehkran. Diese Begriffe treten häufig gemeinsam in Datenblättern, Test- und Vergleichstabellen sowie in Ausschreibungen auf — der thematische Zusammenhang ist teilweise technisch bedingt (überschneidende Bauart oder Antriebstechnik), teilweise anwendungsbedingt (typische Baustellen-Kontexte, in denen die entsprechenden Maschinen kombiniert eingesetzt werden). Vollständige Definitionen mit Klassifikationen, typischen Betriebsgewichten und Leistungsdaten finden Sie in unserem Baumaschinen-Lexikon.

Im praktischen Einsatz ist Mobilkran Teil eines Ecosystems aus Antriebstechnik, Anbaugeräten, Vertriebs- und Service-Netzen. Der Baumaschinen-Sektor durchläuft aktuell den Übergang von rein diesel-basierten Antrieben hin zu batterie-elektrischen und hybriden Konzepten — dies betrifft besonders die kompakten Maschinenklassen, in denen Reichweite und Ladeinfrastruktur weniger kritisch sind. Für alle mit Mobilkran zusammenhängenden Maschinen gilt: Neben den technischen Kern-Spezifikationen (Betriebsgewicht, Motorleistung, Emissionsstufe) sind Servicedichte im Zielgebiet, Ersatzteil-Verfügbarkeit und Restwert-Entwicklung im Gebrauchtmaschinen-Markt zentrale Entscheidungskriterien.

Für die redaktionelle Einordnung von Mobilkran berücksichtigen wir neben den Kern-Definitionen auch die relevanten Norm- und Regelwerke (DIN, ISO, EU-Verordnungen), Verband-Statistiken (VDMA, Bauverbände) sowie unsere eigenen Recherchen zu Marktdaten. Diese Kombination erlaubt es, den Begriff nicht nur formal, sondern auch im aktuellen Marktkontext einzuordnen. Über den kostenlosen Newsletter erhalten Sie regelmäßig Meldungen zu Mobilkran und verwandten Themen kompakt gebündelt — zusätzlich steht ein Category-RSS-Feed für Feed-Reader und Redaktions-Aggregatoren zur Verfügung.

Rechtlicher und regulatorischer Kontext: Für viele Baumaschinen-Begriffe sind neben den technischen Definitionen auch die einschlägigen Verordnungen relevant — insbesondere die EU-Verordnung 2016/1628 (Non-Road Mobile Machinery, kurz NRMM) mit ihren Emissionsstufen Stage I bis Stage V (aktuell) und der bereits vorbereiteten Stage VI. Diese Verordnung regelt die Grenzwerte für Feinstaub (Particulate Matter, PM), Stickoxide (NOx), Kohlenwasserstoffe (HC) und Kohlenmonoxid (CO) für dieselbetriebene Non-Road-Maschinen. Für Betreiber und Käufer bedeutet das: Neu-Zulassungen dürfen nur noch mit Stage-V-konformen Motoren erfolgen; bestehende Maschinen älterer Emissionsstufen können in Innenstadt-Umweltzonen und bei öffentlichen Ausschreibungen (Green-Procurement-Kriterien) zunehmend Nachteile haben. Im Bereich Arbeitsschutz greifen zusätzlich nationale Vorschriften (in Deutschland etwa die DGUV-Grundsätze für Bau- und Erdbewegungsmaschinen) sowie CE-Kennzeichnungspflichten.

Typische Einsatzbereiche und Anwendungsszenarien: Mobilkran wird — je nach spezifischer Ausprägung — in unterschiedlichen Bau- und Industrie-Kontexten eingesetzt. Zu den häufigsten Anwendungsszenarien im DACH-Raum zählen der Hochbau (Wohn- und Gewerbe-Neubau, Sanierungsprojekte), der Tiefbau (Kanalisation, Fernwärme, Glasfaser-Ausbau), der Straßen- und Ingenieurbau (Autobahn-, Brücken- und Tunnelprojekte), der Garten- und Landschaftsbau, der Rohstoff-Abbau (Kies, Sand, Naturstein) sowie zunehmend die Bereiche Recycling und Abbruch. Die konkrete Auswahl einer geeigneten Maschine für ein gegebenes Projekt hängt von Faktoren wie Baustellen-Zugänglichkeit, Bodenbeschaffenheit, geforderter Umschlags-Leistung, projektspezifischen Emissions-Auflagen und der lokalen Service-Erreichbarkeit ab. In unseren redaktionellen Beiträgen analysieren wir konkrete Praxis-Fälle und dokumentieren, welche Modelle sich für welches Einsatzprofil bewährt haben.

Marktentwicklung und Trends: Im Kontext der aktuellen Branchen-Transformation (2026) ist Mobilkran von mehreren parallelen Entwicklungen betroffen: Erstens der bereits erwähnten Elektrifizierung von Antrieben — batterie-elektrische Varianten sind im Kompakt-Segment mittlerweile in Serie verfügbar, in mittleren und großen Klassen laufen Pilot- und Vorserien-Programme. Zweitens der Digitalisierung: Telematik-Systeme (ISO 15143-3 / AEMP 2.0), teilautonome Assistenzfunktionen (Grade-Control, Kollisionswarner, automatische Löffel-Rückstellung), sowie die Anbindung an Baustellen-Management-Plattformen und BIM (Building Information Modeling). Drittens der zunehmenden Wichtigkeit von Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien in Ausschreibungen — Emissions-Ausweise über den gesamten Maschinen-Lebenszyklus, Rücknahme- und Recycling-Programme sowie zertifizierte Wiederaufbereitungs-Optionen werden zunehmend Vertragsbestandteil. Wir dokumentieren diese Entwicklungen laufend in unseren Beiträgen und Marktanalysen zu krane.

Der Mobilkran ist der fahrbare Kran auf Straßenfahrwerk — im Gegensatz zum ortsfesten Turmdrehkran und zum Raupenkran auf Ketten. Er fährt eigenständig zwischen Einsatzorten (typische Höchstgeschwindigkeit 60-85 km/h), ist innerhalb weniger Minuten aufgebaut und kann Traglasten von 25 t bis über 1.200 t heben. Bei Windkraft-Montagen, Brückenbau, Kraftwerks-Wartung und Kirchturm-Restaurierung ist der Mobilkran die dominierende Hebe-Lösung.

Kategorien: All-Terrain-Krane (AT) sind der Kern-Standard für den europäischen Markt — straßenzulassungsfähig auf 4-9 Achsen mit Allrad und Allradlenkung. Rough-Terrain-Krane (RT) sind gelände-optimiert (kompakt, 2 Achsen, keine Straßenzulassung), typisch für nordamerikanische Baustellen und schwer zugängliche Standorte. Truck-Cranes sind Sonderfahrgestell-Krane mit LKW-Kabine (in Europa selten). Aufbaukrane (LKW-Ladekrane) und Kompakt-Mobilkrane bis 45 t bilden die Einstiegsklasse.

Marktbild und Hersteller: Liebherr-Werk Ehingen (LTM-Serie) ist Weltmarktführer im Groß-Mobilkran-Segment mit Modellen wie LTM 1050-3.1, LTM 1150-5.3, LTM 1300-6.2, LTM 1450-8.1, LTM 1650-8.1 und LTM 11200-9.1 (mit 100 m Teleskopausleger der längste Serien-Teleskop weltweit). Grove/Manitowoc (USA) mit GMK-Serie (GMK 4100L, GMK 5250XL, GMK 6300L-1) ist Nummer 2. Weiter: Tadano (Japan, Faun/ATF-Serie in Deutschland als Tadano Faun), Terex Cranes, sowie XCMG und Zoomlion (chinesischer Aufholjagd-Wettbewerb).

Ausleger-Systeme: Teleskop-Ausleger (5-8 Segmente hydraulisch ausfahrbar, in Nadelkonstruktion) ist Standard bei AT-Kranen — Vorteil: schneller Aufbau, kompakter Transport. Wippspitze (Klappspitze) verlängert den Teleskop-Ausleger um 20-40 m Fachwerk und ermöglicht Hebearbeiten in großer Höhe bei begrenztem Radius. Fachwerk-Ausleger (Gitterausleger) an Groß-Mobilkranen — Liebherr LG-Serie, Sonderfahrzeuge — schaffen Auslegerlängen bis 190 m für Windkraft-Rotor-Montage in 165 m Nabenhöhe.

Achsen, Ballast, Straßenverkehr: Kern-Kategorie sind 5-, 6-, 7- und 8-Achser (LTM 1150-5.3 = 5 Achsen, LTM 1300-6.2 = 6, LTM 1450-8.1 = 8). Achslasten müssen die 12-t-Grenze der StVO einhalten — mit Ballast über 100 t am Fahrzeug wird das nur mit vollem Achszahl-Ausbau geschafft. Zusatz-Ballast (bis 100+ t für Groß-Krane) wird per Begleit-LKW und teilweise Sonder-Fahrzeuge angeliefert und vor Ort mit Zusatz-Modulen (V-Rahmen, Y-Ballast) montiert. Für Straßenüberführung sind BF3-Begleit-Fahrzeuge und Genehmigungen nach § 29(3) StVO Standard.

Anwendungen und Miete: Windkraft-Montage (Naben, Rotorblätter, Gondeln — LTM 11200-9.1 dominiert weltweit), Brücken-Neubau und -Sanierung, Kraftwerks-Wartung (Turbinen-Wechsel), Fassaden- und Dachreparatur, Hochbau-Ergänzung zu Turmdrehkranen, Schwerlast-Sonder-Hübe. In DACH aktiv als Vermieter: Riga Mainz, Wiesbauer, ScholpP, Franz Bracht, Prangl (Österreich), Meyer Krantechnik, KranAB. Miete pro Tag: LTM 1150 ca. 3.500-4.500 EUR, LTM 1450-8.1 ca. 8.000-11.000 EUR, LTM 11200-9.1 ca. 15.000-22.000 EUR — jeweils inkl. Kranführer, ohne An-/Abfahrt.

Häufige Fragen

Antworten zu Mobilkran

Was bedeutet Mobilkran?

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Fahrbarer Kran auf Straßenfahrwerk, der ohne aufwendige Montage an wechselnden Einsatzorten arbeiten kann. Tragkräfte reichen von wenigen Tonnen bis über 1.000 Tonnen.

Zu welchem Bereich der Baumaschinenbranche gehört Mobilkran?

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Mobilkran gehört zum Ressort krane. In unserem Fachmedium finden Sie aktuelle Nachrichten, Testberichte, Marktdaten und Herstellermeldungen aus diesem Segment — inklusive Analysen zu Antriebstechnik (Diesel, Hybrid, Elektro), Emissionsstufen (EU Stage V, Stage VI) und typischen Anwendungen.

Welche verwandten Fach-Begriffe gibt es zu Mobilkran?

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Fachlich verwandt sind Turmdrehkran. Alle Begriffe mit vollständigen Definitionen, technischen Klassifikationen und Anwendungsbeispielen finden Sie im Baumaschinen-Lexikon.

Welche Trends beeinflussen Mobilkran aktuell?

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Dominant sind 2026 die Elektrifizierung (batterie-elektrische und hybride Antriebe), die Umsetzung der Emissionsstufe EU Stage V und Vorbereitung auf Stage VI, sowie Telematik und Fernsteuerung. Aktuelle Testberichte und Marktdaten zu diesen Themen finden Sie in unserem krane-Ressort.

Wo finde ich unabhängige Testberichte zu Mobilkran?

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Unsere Fachredaktion veröffentlicht Montag bis Freitag redaktionelle Beiträge — inklusive Testberichten, Marktdaten und Herstelleranalysen. Nutzen Sie die Kategorie-Ansicht zu krane für einen chronologischen Überblick oder abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter für regelmäßige Updates.

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