Rubble Master präsentiert den RM V550e, den ersten 100 % elektrischen Backenbrecher auf dem Markt. Der österreichische Hersteller macht damit einen entscheidenden Schritt bei der Elektrifizierung von mobilen Brechanlagen. Die Maschine richtet sich an städtische Baustellen und Recyclingzentren, wo die Emissionsstandards immer strenger werden.

Der RM V550e läuft ausschließlich auf Batterie oder Netzanschluss. Die externe Stromversorgung ermöglicht einen kontinuierlichen Betrieb ohne Unterbrechungen zum Aufladen. Für Baustellen ohne festes Stromnetz bietet Rubble Master eine Hybridlösung mit separatem Stromaggregat an. Das Unternehmen kündigt bis zu 70 % Einsparungen bei den Betriebskosten im Vergleich zu einem entsprechenden Dieselmodell an.

Die Kosteneinsparungen resultieren hauptsächlich aus der Beseitigung von Kraftstoff- und Verbrennungsmotorwartung. Keine Ölwechsel mehr, keine Partikelfilter, weniger mechanischer Verschleiß. Diesel-Brecher benötigen durchschnittlich 15 bis 20 Liter Diesel pro Betriebsstunde. Bei 2.000 jährlichen Betriebsstunden entspricht dies einer Ersparnis von über 50.000 Euro zum aktuellen Kraftstoffpreis.

Der RM V550e behält die charakteristische Mobilität der Rubble-Master-Maschinen. Das Raupenfahrwerk ermöglicht eigenständige Bewegungen auf der Baustelle. Das Gesamtgewicht bleibt innerhalb der 32-Tonnen-Grenze für den Standard-Straßentransport. Die Brechleistung erreicht bis zu 250 Tonnen pro Stunde je nach gewünschter Körnung und Materialbeschaffenheit.

Das Fehlen lokaler Emissionen eröffnet neue Märkte. Baustellen in der Innenstadt, geschlossene Recyclinghallen und Schutzgebiete werden zugänglich. Der Schallpegel sinkt um 15 bis 20 Dezibel im Vergleich zu Wärmekraftmodellen. Für eine städtische Baustelle mit Zeitbeschränkungen kann dies 2 bis 3 zusätzliche Arbeitsstunden pro Tag bedeuten.

Die elektrische Technologie vereinfacht auch die Wartung. Elektromotoren haben eine Lebensdauer von über 20.000 Stunden im Vergleich zu 10.000 bis 12.000 Stunden bei Diesel. Die Wartungsintervalle werden länger, die Ausfallzeiten kürzer. Für einen Unternehmer, der mehrere mobile Brecher betreibt, wird die Auswirkung auf die Flottenauslastung erheblich.

Rubble Master kündigt die ersten Lieferungen für das zweite Halbjahr 2024 an. Der Verkaufspreis ist noch nicht mitgeteilt, aber die anfängliche Preisdifferenz sollte zwischen 25 und 35 % gegenüber dem Diesel-Modell RM 100GO! mit entsprechender Leistung liegen. Die Amortisation wird auf 3 bis 5 Jahre geschätzt, je nach Nutzungsintensität und lokalen Energiekosten.

Der österreichische Hersteller folgt damit dem Weg, den Kleemann bereits mit seinen vollständig elektrischen Brech- und Siebanlagen eingeschlagen hat. Der Trend zur Elektrifizierung von Recyclingbaustellen beschleunigt sich. Feste Sortieranlagen sind bereits zu 80 % auf Strom umgestiegen. Mobile Geräte folgen nun demselben Weg.

Für die Betreiber stellt sich nicht mehr die Frage, ob Elektrizität wirtschaftlich ist, sondern wann sie den Schritt gehen sollten. Die Emissionsbestimmungen werden strenger, grüne Investitionsförderung nimmt zu. Der RM V550e kommt zum richtigen Zeitpunkt für diejenigen, die zukünftige Umweltstandards vorwegnehmen und gleichzeitig ihre Energierechnung senken möchten.