Die Vorverdichtung im Asphaltfertiger wird durch drei mechanische Aggregate in der Bohle erzeugt: Tamper, Vibration und Pressleiste. Je nach Konfiguration entstehen unterschiedliche Verdichtungswerte. Die Wahl der richtigen Bohlen-Variante ist entscheidend für das jeweilige Mischgut und die Einbaustärke.

Der Tamper bildet das erste Verdichtungsaggregat. Eine Exzenterwelle versetzt die Tamperleiste in eine vertikale Auf-und-ab-Bewegung, die das frisch eingebrachte Mischgut nach unten presst. Der Tamper arbeitet unabhängig von den anderen Aggregaten und lässt sich bei Bedarf einzeln abschalten.

Die Vibration wird durch eine Unwuchtwelle quer zur Fahrtrichtung auf dem Glättblech erzeugt. Sie ergänzt die vertikale Stampfbewegung durch hochfrequente horizontale Schwingungen. V-Bohlen mit reiner Vibration kommen bei allen üblichen, leichter zu verdichtenden Mischgütern zum Einsatz. In Kombination mit dem Tamper (TV-Bohlen) erhöht die Vibration die Vorverdichtung bei Standard-Einbaustärken.

Pressleisten werden hydraulisch mit einer Frequenz von circa 68 Hertz und einem Druck von maximal 130 bar auf das Mischgut gepresst. Sie erzeugen impulsartige Verdichtungsstöße, die auch dicke Asphaltschichten durchdringen. TP1-Bohlen besitzen eine Pressleiste, TP2-Bohlen zwei. Die TP2-Ausführung liefert eine hohe Vorverdichtung gerade auch bei großen Einbaustärken.

TVP2-Bohlen können für alle üblichen Mischgüter verwendet werden und eignen sich auch für den Einbau von PCC (Paver Compacted Concrete), da bei dieser Anwendung anschließend keine Nachverdichtung mehr erfolgt. Alle Verdichtungsaggregate bei Vögele werden getrennt gesteuert und lassen sich nach Bedarf zu- oder abschalten.