Die KönningKrane GmbH & Co. KG aus Stadtlohn hat einen Liebherr Mobilkran vom Typ LTM 1150-5.4 in Betrieb genommen. Der 150-Tonner mit fünf Achsen schließt im Fuhrpark des westfälischen Kranverleihers die Lücke zwischen der 100- und 180-Tonnen-Klasse und erweitert die Einsatzmöglichkeiten in Infrastruktur- und Energieprojekten. Mit dem neuen Gerät setzt das Unternehmen seine Strategie fort, jährlich in moderne Liebherr-Technik zu investieren – nach einem LTM 1160-5.2 und einem LTC 1050-3.1 in den beiden Vorjahren ist der LTM 1150-5.4 der dritte Liebherr-Neuzugang in Folge.

Technische Ausstattung: VarioBase, AutoBallast und LICCON3

Ausschlaggebend für die Investition waren laut Geschäftsführer Johannes Bendfeld die innovativen Technologien des Krans. Dazu zählen das variable Abstützsystem VarioBase, das Lastmoment-optimierte Ballast-Management AutoBallast sowie das neue Steuerungssystem LICCON3. Der Teleskopausleger erreicht eine Länge von 66 Metern und bietet damit hohe Flexibilität bei unterschiedlichen Hebeaufgaben. Bei einem Gesamtgewicht von 60 Tonnen und einer Achslast von 12 Tonnen kann der LTM 1150-5.4 bis zu 9 Tonnen Ballast mitführen – ein Vorteil für wechselnde Einsatzorte ohne permanente Nachladung.

Zur Sicherheitsausstattung gehören intelligente Fahrassistenzsysteme wie BSIS (Totwinkel-/Abbiege-Assistent) und MOIS (Anfahr-Informationssystem), ein LED-Beleuchtungspaket sowie Telekopf- und Rückfahrkamera. Bedienkomfort schaffen ein Multifunktionslenkrad und eine integrierte Kühlbox im Fahrerhaus.

Erster Einsatz unter beengten Platzverhältnissen

Unmittelbar nach der Auslieferung absolvierte der 5-Achser seinen Ersteinsatz beim Verladen einer 37,5 Tonnen schweren Maschine unter beengten Platzverhältnissen. „Mit dem neuen 150-Tonner erweitern wir unsere Einsatzmöglichkeiten neben dem Tagesgeschäft insbesondere im Infrastruktur- und Betonbau", erklärt Johannes Bendfeld. Der Mobilkran ist für vielseitige Hebeaufgaben ausgelegt und soll künftig regelmäßig in Infrastrukturprojekten zum Einsatz kommen.

Servicequalität und geografische Nähe als Kaufkriterium

Neben der Technik war die Servicequalität ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung. „Der Kundendienst funktioniert so, wie man es sich wünscht – schnell, zuverlässig und lösungsorientiert", betont Geschäftsführerin Verena Könning. Die Nähe zur Liebherr-Niederlassung in Oberhausen bietet dem Unternehmen aus dem Münsterland zusätzliche Sicherheit bei Wartung und Ersatzteilversorgung – ein wichtiger Aspekt für die Minimierung von Standzeiten bei Kranverleihern, die auf hohe Auslastung angewiesen sind.

Kontinuierlicher Flottenausbau mit moderner Technik

Der LTM 1150-5.4 fügt sich in eine Flotte von aktuell rund 20 Geräten ein. KönningKrane hat in den beiden vorherigen Jahren bereits einen LTM 1160-5.2 und einen LTC 1050-3.1 von Liebherr in Betrieb genommen. Die zweite Generation der Geschäftsführung verfolgt eine klare Strategie: jährlich mindestens einen zusätzlichen Liebherr-Kran in die Flotte integrieren. „Wir investieren bewusst in innovative Lösungen – das macht unsere Arbeit effizienter und auch attraktiver für unsere Mitarbeitenden", sagt Verena Könning.

Neben dem klassischen Kranverleih umfasst das Angebot des Unternehmens auch Betonpumpen und Transportlösungen. Die Investition in moderne Krantechnik mit Assistenzsystemen und Telematik-Integration positioniert KönningKrane für die wachsenden Anforderungen im Energie- und Infrastruktursektor, wo neben Tragfähigkeit zunehmend Sicherheits- und Effizienz-Features gefragt sind.

Bedeutung für den Kranverleih-Markt

Die kontinuierliche Flottenverjüngung zeigt einen Trend im Kranverleih-Segment: Unternehmen setzen verstärkt auf Neumaschinen mit digitaler Ausstattung, um Ausfallzeiten zu reduzieren und die Einsatzplanung zu optimieren. Systeme wie VarioBase erweitern die Einsatzmöglichkeiten auf beengten Baustellen, während AutoBallast die Rüstzeiten verkürzt. Gerade für mittelständische Vermieter wie KönningKrane ist die Verfügbarkeit ein Wettbewerbsfaktor – moderne Steuerungssysteme und Assistenzsysteme tragen dazu bei, Bedienungsfehler zu reduzieren und die Maschinenverfügbarkeit zu erhöhen.

Mit der schrittweisen Erweiterung um einen Liebherr-Kran pro Jahr reagiert das Unternehmen auf steigende Projektvolumen im Infrastruktur- und Energiebereich, ohne die Liquidität durch große Einmalinvestitionen zu belasten. Die Fokussierung auf einen Hersteller vereinfacht zudem Schulung, Wartung und Ersatzteilhaltung.